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Stadt weist Darstellung zurück

Stadt weist Darstellung der EvB Sozial entschieden zurück

Werders 1. Beigeordneter Christian Große hat die Ankündigung der Ernst von Bergmann Sozial GmbH, die Tee und Wärmestube in Werder zu schließen, mit Entsetzen zur Kenntnis genommen. Die Darstellung in einer Pressemitteilung der Ernst von Bergmann Sozial GmbH, wonach die Schließung an der fehlenden Unterstützung liege, wies er entschieden zurück.

Christian Große:

„Die Tee- und Wärmestube in Werder finanziert sich aus einem Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro des Landkreises, der hier als Aufgabenträger fungiert. Der Landkreis ist laut Sozialgesetzbuch für die Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten verantwortlich. Dennoch hat auch die Stadt Werder Verantwortung für diese wichtige Einrichtung übernommen. Sie steuert jährlich 5000 Euro für Miet- und Betriebskosten bei und beteiligt sich am Betrieb mit weiteren Leistungen und Spenden. Zudem gab es in der Vergangenheit weitere und auch private Zuwender.

Die EvB Sozial hat in diesem Jahr in mehreren Schritten eine Erhöhung des städtischen Zuschusses auf 67.197,50 Euro gefordert. Diese Erhöhung war für die Stadt weder nachvollziehbar, noch vergaberechtlich oder haushalterisch darstellbar. Ob und wie sich die EvB Sozial beim Landkreis oder anderen Trägern um eine höheren Zuschuss bemüht hat, war für die Stadt Werder nicht ersichtlich. Mögliche Synergien mit dem Begegnungs-, Bildungs- und Beratungszentrum Treffpunkt, den die EvB Sozial für die Stadt betreibt, wurden von der EvB Sozial offensichtlich nicht geprüft. Der Treffpunkt wird von der Stadt mit jährlich 60.000 Euro gefördert.

Die Stadt hat der EvB Sozial in diesem Jahr dennoch einen zusätzlichen Zuschuss von 20.000 Euro für die Tee- und Wärmestube ausgezahlt. Außerdem wurde angeboten, den städtischen Zuschuss auch für das kommende Jahr auf 25.000 Euro zu erhöhen. Das Jahr 2021 wollten wir nutzen, um gemeinsam mit dem Landkreis das Konzept zu erneuern und die Leistungen der TWS in Verbindung mit dem Treffpunkt auszuschreiben. Es ist sehr bedauerlich, dass die EvB Sozial dieses Angebot nicht mittragen konnte und die Angelegenheit nun auf dem Rücken der Betroffenen ausgetragen wird.

Die Stadt wird sich dennoch gemeinsam mit dem Landkreis um eine Neukonzeptionierung und Neuausschreibung bemühen und vor allem für den Erhalt der Tafel einsetzen. Dazu wurden bereits Vorbereitungen getroffen.“

Stand der Schulneubauten in Werder

Werders Ernst-Haeckel-Gymnasium bekommt eine neue Aula. Sie ist für bis zu 700 Gäste und damit auch für große Schulveranstaltungen ausgelegt und wird mit einer Bühne ausgestattet. Voraussichtlich zum Jahreswechsel soll der Bauantrag gestellt werden. Nach Eintreffen der Baugenehmigung wird zwischen Schule und Sportplatz ein Neubau errichtet.

Zusätzlich zur Aula sollen in einem Kopfbau acht Fach- und Unterrichtsräume, verschiedene Vorbereitungsräume und ein Forum entstehen. Durch die Verwendung von Glaselementen im Innenbereich soll eine offene und angenehme Lernumgebung geschaffen werden. Laut derzeitiger Schätzung wird mit Baukosten von etwa 7,2 Millionen Euro gerechnet.

Der Erweiterungsbau für das Gymnasium ist nur eines von drei Erweiterungsprojekten an Werders kommunalen Schulen. Hintergrund sind das Zuzugsgeschehen und die damit verbundene wachsende Kinderzahl. In einer Standortuntersuchung hatte die complan Kommunalberatung GmbH für die Stadt untersucht, welche Möglichkeiten für neue Grundschulplätze bestehen.

An zwei Grundschulstandorten wurden Erweiterungen empfohlen, nach Beschlüssen der Stadtverordneten konnte auch hier die Umsetzung beginnen. So konnte jetzt der Auftrag für die Generalplanung für ein zweites Schulgebäude der Karl-Hagemeister-Grundschule vergeben werden. In einem viergeschossigen und barrierefreien Erweiterungsbau werden neue Raumkapazitäten geschaffen.

15 Gruppenräume für den Hort, davon drei in Doppelnutzung als Klassenraum, wird der Neubau haben. Im Erdgeschoss sind unter anderem eine Mensa mit Küche und eine Bibliothek geplant. Das Projekt wurde in der Schul- und Elternkonferenz vorgestellt und beraten. Im Haushalt sind für Planung und Bau 6,5 Millionen Euro eingestellt. Baubeginn ist im kommenden Jahr.

Im kommenden Jahr soll zudem die Generalplanung für die Erweiterung der Grundschule Glindow ausgeschrieben werden. Für einen Neubaustandort wurden zwei Varianten beraten: Aus- und Anbau am bestehenden Schulgelände oder Aufstockung des Hortgebäudes als künftiger Schulstandort.

Die Variante Ausbau am Standort hat sich als Favorit des Ortsbeirats, der Schulkonferenz und der Schulleitung erwiesen und soll deshalb weiter verfolgt werden. Für den Ausbau der Grundschule Glindow sollen laut Haushaltsplanung bis 2024 insgesamt 6,7 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Zukunftshaushalt: Wahlen an den Schulen beginnen

Rund 2500 Begleithefte und ebenso viele Wahlzettel zum Zukunftshaushalt sind bis Freitag an alle Werderaner Schulen verteilt worden. „Es war eine intensive Vorarbeit, aber nun kann es richtig losgehen und die Schülerinnen und Schüler können in den nächsten zwei Wochen ihre Stimmen für den Zukunftshaushalt abgeben“, so Linus Strothmann, der in der Stadtverwaltung für das Gesamtverfahren verantwortlich ist.

Zusätzlich zum gedruckten Material gibt es unter www.zukunftshaushalt.de weitere Informationen zum Zukunftshaushalt und zur Wahl, dazu gehört ein Videoclip. Das komplette Material wurde in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsrat vorbereitet, der nach der Wahl auch an der Stimmauszählug beteiligt sein wird. Das Schülergremium mit 23 Mitgliedern ist aus einer Zufallsauswahl aus dem Melderegister entstanden.

Auch wenn die Wahl an Werders Schulen stattfindet, dürften auch Schüler wählen, die in Werder oder den Ortsteilen wohnen aber außerhalb Werders zur Schule gehen. Sie können sich mit dem Stichwort „Mitmachen“ unter zukunftshaushalt@werder-havel.de melden und bekommen dann Briefwahlunterlagen zugesendet.

Der Zukunftshaushalt ist ein Bürgerhaushalt, bei dem alle Einwohner der Stadt Vorschläge für Projekte einreichen können. Die Entscheidung darüber, welche Projekte finanziert werden, wird jedoch von Kindern und Jugendlichen gefällt. Insgesamt 38 Vorschläge stehen zur Wahl, von denen die jungen Wähler ab der 4. Klasse jeweils sechs auswählen können. Das Höchstalter zur Beteiligung liegt bei 19 Jahren.

Werders Stadtverordnete haben 200.000 Euro für den Zukunftshaushalt bereitgestellt. Die Ergebnisse der Abstimmung werden auf der Stadtverordnetenversammlung am 10. Dezember bekanntgegeben.

Schließung städtischer Einrichtungen in Werder

Die Landesregierung Brandenburg hat heute in einer Sondersitzung eine neue Eindämmungsverordnung beschlossen. Damit wurden die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Landesrecht umgesetzt. Die neue Verordnung tritt – wie auch in den anderen 15 Bundesländern – ab Montag, 2. November, und gilt bis Ende des Monats.

In diesem Zusammenhang kündigt die Stadtverwaltung Werder (Havel), ab Montag, 2. November, zunächst für die Gütigkeitsdauer der gesetzlichen Einschränkungen, folgende Maßnahmen an:

- Die kommunalen Sportstätten der Stadt werden für den Vereins- und Freizeitsport geschlossen. Ob Sportstätten für den Individualsport allein oder zu zweit geöffnet bleiben, wird im Einzelfall entschieden. Der Schulsport in den Schulsportstätten wird weiter ermöglicht.
- Alle Räumlichkeiten kommunaler Schulen und Kitas sind für Veranstaltungen und Kurse externer Partner oder Träger, die nicht im Rahmen des regulären Unterrichtstages bzw. der regulären Kinderbetreuung stattfinden, ebenfalls geschlossen.
- In den Rathäusern und im Bürgerservice ist der Publikumsverkehr auf unvermeidliche Vorgänge eingeschränkt. Bürger werden gebeten, sich für alle Anliegen per E-Mail oder telefonisch zu den gewohnten Sprechzeiten an die Mitarbeiter zu wenden. Auf der kommunalen Homepage ist ein Dienstleistungs-A-Z mit allen Kontakten der Stadtverwaltung eingerichtet. Für Anliegen, für die ein persönliches Erscheinen unabdingbar ist (z.B. Aufgebot zur Eheschließung, Personaldokument beantragen), können Termine mit Mitarbeitern der Rathäuser und des Bürgerservice' telefonisch vereinbart werden. An allen Verwaltungsstandorten wurden Räume für solche Termine eingerichtet, in denen den besonderen Hygieneanforderungen Rechnung getragen werden kann.
- Die Tourist-Information und das Stadtarchiv werden für den Publikumsverkehr geschlossen.
- Die kommunalen Gemeindehäuser der Stadt werden geschlossen, auch der Sitzungssaal im Schützenhaus und der Saal der Bismarckhöhe stehen nicht mehr für Veranstaltungen zur Verfügung. Ausgenommen sind Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung und ihrer Gremien sowie der Ortsbeiräte. Festlegungen für ein verschärftes Hygienekonzept für die Sitzungen sollen im Laufe der nächsten Woche getroffen werden.
- Die laufende Ausstellung der Stadtgalerie Kunst-Geschoss endet planmäßig am Sonntag, 1. November. Die am 25. November geplante Ausstellungseröffnung fällt aus. Es ist dafür ein digitales Format geplant.

Die Stadt Werder (Havel) hat dem Landkreis Potsdam-Mittelmark angeboten, bei der Umsetzung der Eindämmungsverordnung und der Quarantäneverordnung erneut Amtshilfe zu leisten. Der Landkreis hat für Montag ein entsprechendes Amtshilfeersuchen angekündigt. Für das Werderaner Ordnungsamt werden bereits Schwerpunktkontrollen zur Einhaltung der neuen Eindämmungsverordnung geplant. Bei gravierenden Verstößen wird die Stadt mit der Polizeiwache Werder (Havel) zusammenarbeiten.

Bürgermeisterin Manuela Saß führt jeden Dienstag eine Telefonsprechstunde zu den kommunalen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und zu anderen kommunalen Fragen durch. Die Bürgermeisterin ist dienstags von 16 bis 18 Uhr unter Tel. (03327) 783 388 zu erreichen. Auf der kommunalen Homepage gibt es unter www.werder-havel.de/corona Informationen und Links zu den geltenden Bestimmungen und zu wichtigen Kontakten.

„Sofortprogramm Endgeräte“

Wissensvermittlung am Computer für Alle: Schülerinnen und Schülern aus sozial schwachen Familien in Werder (Havel) werden zum Lernen zu Hause Tablets bereitgestellt. Die Stadt hat dafür im August Mittel aus dem „Sofortprogramm Endgeräte“ von Bund und Ländern beantragt. Das Land Brandenburg hat die Förderung bewilligt: Die Zuwendungshöhe an die Stadt beträgt 132.000 Euro.

Voraussichtlich werden mehr als 170 Kinder aus den fünf kommunalen Schulen der Stadt von dem Programm profitieren. In der kommenden Woche wird die Ausschreibung für den Erwerb der Tablets im Amtsblatt der Stadt Werder und auf der Vergabeplattform des Landes Brandenburg veröffentlicht. Die Verteilung an die Schüler soll Anfang kommenden Jahres über die Schulen erfolgen.

Dazu erklärt Werders Bürgermeisterin Manuela Saß:

„Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in Werders Schulen digitale Lernmittel zur Wissensvermittlung mehr denn je zum Einsatz gekommen. Das wird auch langfristige Effekte haben. Schülerinnen und Schüler benötigen zu Hause digitale Endgeräte, um den Anschluss zu halten. Nicht alle Eltern können sich diese Ausstattung leisten. Das von Bund und Ländern aufgelegte Hilfsprogramm leistet hier einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit.“

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Henry Klix

Auf Anordnung

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